Im Komplex der Vorwerksgebäuder, auf einer ziemlich großen Anhöhe und nicht weit von einem Teil der wirtschaftlichen Gebäuden entfernt, steht der wunderschöne Palast in Jakubowice. Es ist ein allein stehendes, einstöckiges, voll unterkellertes Gebäude. Der Weg in den Palast führt durch eine geräumige Terrasse mit breiter Treppe.

Die gegenwärtigen Gebäude stammen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts und der erster Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aber die Form des Palastes, einige architektonische Details und die Keller, die noch nicht ganz erforscht sind, weil sie sehr tief unter die Erdoberfläche reichen, scheinen hinzuweisen, dass man einen Teil, oder zumindest die niederen Partien, sogar bis zum 16. Jahrhundert zurückdatieren kann. Das Objekt ist, ähnlich wie andere Paläste der Opole-Region, eine der interessanteren schlesischen Sehenswürdigkeiten und ist bestimmt würdig, um in Kunstgeschichtlichen Publikationen bearbeitet zu werden.

Die erste Erwähnung von dem Dorf stammt von 1406 - als Jakobsdorf. Dieser Name wurde bis 1945 erhalten, und ab 1845 benutzt man den polnischen Namen Jakubowice. Dem Dorf gehörte ein Landgut. Im Jahre 1817 wurde Jakobsdorf zum Besitz der Familie von Szczutowsky. Der Palast- und Parkkomplex wurden mit kleinen Änderungen bis zum heutigen Tage erhalten. 1879 erbaute man einen neuen Palast (dieses Datum kann man von einer Fahne auf dem Nordturm ablesen). In der selben Zeit errichtete man rund um die Residenz einen dekorativen Garten. Die letzte Einwohnerin vor 1939 hieß Maria von Szczutowsky. Nach dem Krieg gehörte der Palast PPS (der Polnischen Sozialistischen Partei) in Grudynia Wielka und diente als ein Hotel.

Vor der Instandsetzung, die 1981 endete, befanden sich in der Burg Wohnungen der Arbeiter von PGR (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) und Hotelzimmer. Nach der Instandsetzung wurde das Gebäude für ein Hotel und eine Bibliothek bestimmt.
Später stand die Burg leer.

Der Palast in Jakubowice (Gemeinde Paw³owiczki) wurde aus Ziegel erbaut und hat eine hölzerne Dachkonstruktion. Bis heute wurde über dem Keller eine Bogendecke aus Keramikziegel erhalten.